Medien und Schule

Das Bild, der Ton und das Netz

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Stop-Motion

Ein Projekt von THOMAS STOCKERL (Medienexperte)

Eignung: Schulartübergreifend ab Klasse 6
Dauer: je nach Anspruch mindestens etwa 6 Doppelstunden, aber auch für kurze Vertretungsstunden geeignet.
Ausstattung: Smartphone mit geeigneten Apps (Stop-Motion- Maker, PicPac), passendes Stativ

A. Vorbereitung

Zusammenstellung unterschiedlicher Beispiele für Stop-Motion-Animationen, die die Internetgemeinde auf YouTube bereitstellt. (z. B. Objektanimation, Pixilation, Brick Film). Einfache Download-Programme ermöglichen die Mitnahme der Filme in den Unterricht.

Sinnvoll sind Handystative in Verbindung mit kleinen Stativklemmen oder mit Low-Budget-Fotostativen. Auf einfachste Weise lassen sich Handys auch mit Fahrradgummis an Holzlatten befestigen, die dann als Stativarm auf Stühle gelegt und mit Taschen beschwert werden können.

B. Durchführung

Die Umsetzung eines kurzen Stop-Motion-Films sollte in Gruppenarbeit realisiert werden. Das Thema war frei wählbar, auch die Formen der Animation konnten frei kombiniert werden. Im Vordergrund standen Teamarbeit, die gemeinsame, experimentelle Erforschung der Möglichkeiten und die Entwicklung einer kurzen Filmsequenz. Ausgehend von ersten technischen Versuchen entstanden die Konzepte für eine kleine Geschichte. Die Eigentätigkeit der Schüler wurde von mir nur durch wenige Korrekturen und Hinweise zu beispielsweise Erzählweisen, Licht, Kameraposition, Distanz, Formate unterstützt. Selbstkompetenzen in der ganzen Bandbreite curricularer Phantasien waren gefordert.

Über Wochen war ich als Lehrer zum Statisten geworden. Die Teamarbeit war effektiv, sehr selbstständig und die Schüler waren, obwohl sie sich teilweise unbeaufsichtigt in leere Klassenräume zurückzogen, absolut verlässlich. Die Technik war ihnen vertraut oder man lernte beim Tun. Manche vertonten und schnitten ihren Film aufwändig zu Hause.

Video 1: Pixilation

C. Evaluation

Beeindruckt hat mich die hohe Motivation der Schüler. Sie waren die Macher und Experten und nicht ich. Sicher sind die Lernerfolge bei dieser Art der offenen Projektarbeit nicht so einheitlich wie bei einem vom Lehrer kleinschrittig gesteuerten Lernprozess. Andererseits wurde je nach Thema Unterschiedliches viel intensiver durchgearbeitet und dadurch nachhaltiger erlernt. Zur Benotung wurden allgemeine Kriterien wie Aufwand, Originalität, Logik der Geschichte, Experimentierfreudigkeit und zuletzt technische Qualität angewandt.

Video 2: Der Hund

Projekt Details

Autor
Elke Dillmann
Elke Dillmann
Erstellt am
29.03.2017
Thema

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