Schule der Zukunft – Eine Ausstellung mit QR-Code-Infos

Kurz & knapp

Zielgruppe:        alle Klassenstufen möglich (bei uns die Grundschule zur künstlerischen Gestaltung,                        die 10. Klassen für die Vertonung)

Dauer:                  je nach Anzahl der beteiligten Klassen 4 – 6 Unterrichtseinheiten

Ergebnisse:        10 Bilderrahmen (A0) mit je 4 Bildern (A3)

Ausstattung:     1 iPad-Koffer mit 16 iPads

1 Shure-Mikrofon für iPads (App: MOTIV Audio)

 

Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken
lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn
man will, dass er in Zukunft von sich selbst zu gehen
geschickt sein soll.
Immanuel Kant (1724–1804), deutscher Philosoph

 

Lehrplanbezug 5. Jgst.:

(mit den 5. Klassen wurde das Modell klassenübergreifend gestaltet)

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • nehmen räumliche Situationen in ihrer Umgebung bewusst wahr und beschreiben deren wichtigste Merkmale sowie ihre Wirkung mit eigenen Worten.
  • entwickeln in der Vorstellung Wegeführungen durch ihre nähere Umgebung und visualisieren ihre Ideen und Vorstellungen in Bildmontagen, Plänen oder Modellen.
  • beschreiben die für das visuelle Erscheinungsbild eines bestimmten Ortes wesentlichen Merkmale (z. B. vorkommende Materialien, Farben, Wegeführung, Größen, Proportionen) und stellen mit geeigneten Mitteln (z. B. Modell oder Plan) dar, wie dieser Ort anders aussehen könnte.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • Gegenstand: gestaltete und natürliche Umwelt im Innen- und Außenbereich am Wohn- bzw. Schulort
  • wichtige Begriffe: Fachbegriffe aus der Architektur (z. B. Stütze, Fassade), Raumwirkung (z. B. befreiend, beschützend, verbergend, offen, bedrückend, starr, bewegt), Farbwirkung (z. B. warm – kalt, heiter – düster, blass – grell, harmonisch – gegensätzlich)
  • Gestaltungselemente und ‑prinzipien: Vereinfachung, Farbkonzept, Maßstäblichkeit, Proportionsrichtigkeit, Zuordnung/Anordnung
  • Verfahren und Techniken (z. B. Fotomontage, Zeichnung, Geländerelief, Modell, Bildbearbeitung im Sinne von verkleinern bzw. vergrößern)
  • Werkzeuge und Materialien: Fotoapparat, Stifte, Papiere, Kleister, Karton

 

 

Unterrichtsplanung gestalterischer Teil:

Da an diesem Projekt möglichst die ganze Schule beteiligt sein sollte, gestalteten die Kunstlehrer jeder Grundschulklasse Bilder (A3) zum Thema „Schule der Zukunft“.

Schnell fanden sich übergeordnete Themen. Zu diesen wurde später je ein Bilderrahmen mit 4 ausgewählten Bildern gestaltet. Da jeder Schüler/jede Schülerin auf seinem/ihrem Bild wirklich frei seine Ideen darstellen konnte, fand erst im Nachhinein die Auswahl und Zuordnung in die Bilderrahmen statt.

Bild 1: Roland der Roboter

Bild 2: Schule neu entdecken

Bild 3: Mit Vollgas zur Schule….

Bild 4: Tierisches Vergnügen

Bild 5: Schule ist bunt wie ein Regenbogen

Bild 6: Digitale Helfer

Bild 7: Der perfekte Arbeitsplatz

Bild 8: Schule ist überall

Bild 9: Naturschule

Bild 10: Spielend lernen

 

Für das Modell wählten wir die Jahrgangsstufen 5 – 8. Die Schule wurde aus Karton gebaut, Klassenzimmer eingerichtet, der Pausenhof gestalten. Hier waren sich die Schüler einig – grün und voller Bäume sollte er sein und naturnah wie bei uns. Viele Spielgeräte wurden gebastelt – vielleicht um Herrn Uhl zu erinnern, dass er uns ein Klettergerüst versprochen hatte.

Ein Busbahnhof wie derzeit bei uns, fand jedoch keine Zustimmung. Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach war da schon was ganz anderes. Auch über eine Verbindung zu fernen Planeten mit UFO`s wurde nachgedacht.

Und was sollte man Lernen? Sprachen, Matheformeln, spannende Erfindungen usw. erscheinen in den Räumen, die mit Computer ausgestattet sind auf den Bildschirmen. Die Lehrer werden durch Roboter ersetzt und die Klassenzimmer mit Rutschen miteinander vernetzt. Fliegende Stühle, eine moderne Versorgung mit Leckereien und Platz zur Entspannung. Die Kinder waren sich einig: Ja so sollte eine gute Schule ausgestattet sein.

 

 

Unterrichtsplanung für die Erstellung der QR-Codes:

Lehrplanbezug Wik 10. Jgst.

 

Kompetenzerwartungen

Die Schülerinnen und Schüler …

  • wenden im Rahmen eines Projekts ihre erworbenen Kompetenzen an und reflektieren dabei auch ihre Berufswahl mit dem entsprechenden Anforderungsprofil.

Inhalte zu den Kompetenzen:

  • projektspezifische Arbeitsweisen
  • Projekt nach dem Prinzip einer vollständigen Handlung: Projektinitiative, ‑planung, ‑durchführung, ‑präsentation, ‑reflexion
  • berufsspezifische Anforderungsprofile

 

Umsetzung:

Hier waren die „Großen“ gefragt. Meine Gruppe in Wirtschaft hatte die ideale Größe von 5 Schülern. Mir war bewusst, dass ich mich auf diese Gruppe voll verlassen konnte und so habe ich die Planung der Audioaufnahmen weitgehend in die Hände der Schüler legen können.

In einem ersten Schritt musste das Projekt den Grundschulklassen vorgestellt werden. Ideen sollten gesammelt werden und mit den Klasslehrern wurde ein Aufnahmeplan besprochen. Da das Projekt immer in den Stunden des Wirtschaftsunterrichts durchgeführt werden sollte, war ein zeitlicher Rahmen von 3 Wochen sinnvoll.

  1. Woche: Vorstellen des Projekts
  2. Woche: Aufnahme der Audiodateien mit den iPads und dem Shure-Mikro
  3. Woche: Auswahl und Bearbeitung der Audiobeiträge mit MOTIV-Audio

 

 

Jetzt mussten nur noch die Audiobeiträge gespeichert werden und die QR-Codes erstellt werden. Da die Audiobeiträge von jedermann abrufbar sein sollten und so auch im Rathaus zur Verfügung standen, haben wir uns entschieden sie in die SoundCloud hochzuladen. Stolz haben die „Großen“ am Tag der Ausstellungseröffnung die QR-Codes angebracht und mit dem Smartphone getestet. Und die Erwachsenen – so mancher brauchte die Hilfe der Schüler um die Hörbeiträge der Enkel bei einem Gläschen Sekt genießen zu können.

Unten auch für Sie/Euch, die Codes zum Anhören.

Link zum Zeitungsartikel in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 6. Oktober 2018:

https://www.pressreader.com/germany/augsburger-allgemeine-land-west/20181006/283716955323271

 

 

 

 

Ergebnisse und Erfahrungen:

Schule der Zukunft – bei uns schon fast Realität.

Es war eine Freude zu sehen mit welchem Feuereifer die gesamte Schule an diesem Projekt gearbeitet hat. Große und kleine Schüler hatten ein gemeinsames Ziel, gegenseitige Hilfe und Unterstützung war Ehrensache.

Seit Anfang des Jahres steht die Ausstellung nun nicht mehr im Rathaus, sondern ist an die Schule zurückgebracht worden. Unsere anfängliche Angst, dass das Modell auf dem Tisch schnell vermüllt oder beschädigt werden könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, das gemeinsame Projekt wird sowohl am Vormittag aber auch am Nachmittag durch die Kinder der offenen Ganztagsschule immer wieder betrachtet … und sollte mal ein UFO abstützen, findet sich sofort jemand, der es wieder an seinen Platz zurückhängt. Es ist und bleibt ein sorgsam gehüteter Schatz, die gemeinsamen Erfahrungen wirken noch immer nach. Schön zu sehen, dass es funktioniert.

 

 

 

 

Der Hubschrauber im Landeanflug
Der perfekte Arbeitsplatz und die beste Art der Fortbewegung
Die Schule hoch in den Bäumen
In der Augsburger Allgemeine Zeitung....
Die Schule hoch in den Bäumen
Schulorga 4b
Das haben wir uns für die Schule der Zukunft überlegt....
Robby kann alles

Projekt Details

Autor
Sabine Kienlein
Erstellt am
20.07.2019

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