Medien und Schule

Das Bild, der Ton und das Netz

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Bilder lernen laufen – Produktion eines Stop-Motion-Films

Im Rahmen eines Projekttages hatten ausgewählte Schüler der Klassenstufen 3 bis 6 aus Grund-, Mittel- und Realschulen sowie eines Gymnasiums die Möglichkeit, sich in einem von fünf Workshops mit dem Thema der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Beim Workshop „Bilder lernen Laufen“ erstellten die Schüler mit dem iPad einen Stop-Motion-Film. Innerhalb von nur drei Stunden entstanden Filme, die die Zubereitung von Sandwiches amüsant in Szene setzten.

Zielgruppe:

Schüler 3. bis 6. Klasse aller Schularten

 

Dauer:

Ca. 3 Schulstunden

 

Ergebnis:

Produktion eines Stop-Motion-Films mit dem iPad und der App „StopMotion“

 

Ausstattung:

  • iPads (ein iPad/Handy pro Gruppe à 4-5 Schüler)
  • App „StopMotion“ (kostenlose Version ist ausreichend!)
  • Stativ o.ä.
  • Zutaten für ein Sandwich/einen Hot Dog
  • Unterlage, möglichst einfarbig

 

Einordnung in den Lehrplan:

Grundlegende Basiskompetenzen

Medienangebote und Informatiksysteme (Hardware, Software und/oder Netzwerkkomponenten) sach- und zielorientiert handhaben

Kommunizieren und Kooperieren

Analoge und digitale Werkzeuge zur effektiven Gestaltung kollaborativer als auch individueller Lernprozesse verwenden und Resultate mit anderen teilen

Medien zur gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft aktiv und selbstbestimmt nutzen

Produzieren und Präsentieren

Werkzeuge zur Realisierung verschiedener Medienprodukte auswählen und zielgerichtet einsetzen

Medienprodukte unter Berücksichtigung formaler und ästhetischer Gestaltungskriterien und Wirkungsabsichten erstellen

Arbeitsergebnisse unter Einsatz adäquater Präsentationstechniken und medialer Werkzeuge sach- und adressatenbezogen darbieten

 

 

Fachbezogener Lehrplan der Grundschule

HSU 3/4

Umgang und sinnvolle Nutzung von Medien

Deutsch 3/4

Sprechen und Zuhören: Gespräche führen; szenisch spielen

Schreiben: Texte planen und schreiben (Storyboard)

Kunst 3/4

Visuelle Medien

Erfahrungswelten

Fantasiewelten

 

 

 

Projektbeschreibung

 

 

Einführung

In einer Einführung wurde den Schülern zunächst erklärt, um was es sich bei der Filmtechnik des Stop-Motion-Filmes handelt und wie er entsteht. Durch Zeigen einfacher Filmbeispiele erhielten die Kinder eine Vorstellung davon, wie aus Einzelbildern und minimalen Bewegungen der Bildmotive ein bewegter Film entstehen kann. Nach Vorstellung der benötigten Ausrüstung wurden das Set, der Dreh und schließlich die Handhabung der App besprochen. (s. Präsentation).

 

Zielformulierung

Aufgabe war nun, in Gruppenarbeit mit vier bis fünf Schülern einen eigenen Trickfilm zu produzieren. Thema sollte das Belegen eines Sandwiches bzw. eines Hot Dogs sein.

 

Durchführung

Nachdem die Schüler die nötigen theoretischen Grundlagen noch einmal in Form eines Arbeitsblattes (s. AB) erhalten hatten, begannen sie in Gruppenarbeit das Drehbuch zu schreiben. Dazu begutachteten sie zunächst die Lebensmittel und Utensilien, die ihnen zur Verfügung standen: Semmeln, Würstchen, Salami, Käse, Salat, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Ketchup, Mayonnaise, Eier, verschiedene Messer, ….

Bei der Erstellung ihres Storyboards legten sie unter anderem die Reihenfolge fest, wie aus den Zutaten das fertige Sandwich/Hotdog entstehen soll. In dieser kreativen Phase entwickelten die Schüler eine klare Vorstellung von ihrem Projekt und es entstanden bereits erste, witzige Ideen.

 

Anschließend begann das Arrangieren des Sets und der Dreh an sich. Dazu benutzten wir pro Gruppe ein iPad, das an einem Stativ befestigt war. Die App „StopMotion“ ist einfach und intuitiv zu bedienen und in der kostenlosen Version für dieses Projekt vollkommen ausreichend. Innerhalb einer Gruppe gab es verschiedene Aufgaben. Der „Kameramann“ schoss die einzelnen Bilder und übernahm gleichzeitig auch die Regie. Der „Assistent“ stand neben dem Kameramann und konzentrierte sich auf die entstandenen Bilder, um gleich zu intervenieren, wenn eine Hand o.ä. auf einem Bild zu sehen war. So konnte das fehlerhafte Bild augenblicklich gelöscht werden. Zwei Schüler bedienten das Set, d.h. sie rückten Zentimeter für Zentimeter die Zutaten durch das Bild. Diese Aufteilung rotierte, so dass jeder Schüler jede Aufgabe einmal erfüllen konnte.

In diesem Arbeitsschritt schossen die Schüler insgesamt um die 650 Bilder und entwickelten einen Film von ca. zwei Minuten Länge.

Um dem Film einen Rahmen zu geben, überlegten sich die Schüler am Schluss noch einen Titel und schrieben ihre Namen auf Papier, die dann noch in einen Vorspann eingebaut wurden.

 

Da es sich bei diesem Projekt um einen Workshop im Rahmen eines Talentages handelte, konnten die Stop-Motion-Filme im Anschluss in einem würdigen Rahmen vor Publikum mit Beamer auf einer Leinwand präsentiert werden.

 

 

Resümee

Das Projekt lief insgesamt reibungslos ab. Innerhalb von nur drei Stunden konnten die Schüler, die alle keinerlei Vorkenntnisse hatten, stolz ein tolles Ergebnis präsentieren.

Sicherlich wäre mit etwas mehr Zeit die ein oder andere Szene, Übergang, Schnitt etc. noch zu optimieren gewesen. Hier beginnt jedoch die Feinarbeit, die ich eher in höheren Klassenstufen ansiedeln würde.

Für die Grundschule finde ich es eine tolle Möglichkeit in die Thematik „Trickfilm“ einzusteigen. Im Gegensatz zu Handlungen, die mit Playmobil oder Legosteinen auch sehr gut umgesetzt werden können, ist der Rahmen des Stop-Motion-Films durch das Thema „Belegen eines Sandwiches“ o.ä. von Haus aus zeitlich abgesteckt und der Handlungsrahmen bleibt damit überschaubar.

Projekt Details

Autor
Kirstin Kreuzer
Erstellt am
21.07.2019
Zielgruppe
Jugendliche Kinder
Medienart
Video

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