Wie klingt das 20. Jahrhundert?

Wie sah das Leben der Menschen im 20. Jahrhundert aus? Was prägte die Menschen? Was geschah in dieser Zeit  gesellschaftlich – politisch – im persönlichen Bereich?

Etwa ein Jahr lang beschäftigte sich eine Arbeitsgemeinschaft (Schülerinnen von der 6. bis zur 10. Jahrgangsstufe) am PPG mit diesen Fragen. Das Ergebnis: Sieben Hörstationen von den 1920er  bis hin zu den 1980er Jahren.

Den Rahmen bot auf der einen Seite die seit vielen Jahren bestehende Kooperation zwischen dem Paul-Pfinzing-Gymnasium und dem Sigmund-Faber-Heim bei dieser Projektpartnerschaft besuchen Klassen und Arbeitsgemeinschaften unter der Leitung von Pfarrer Georg Scharrer das Heim und verbringen Zeit mit den Senioren, basteln gemeinsam, tragen Lieder vor. Das jährliche Sommerfest im Sigmund-Faber-Heim wird ebenfalls von Arbeitsgruppen des Gymnasiums begleitet. Auf der anderen Seite wurde das Projekt durch eine Kooperation im Rahmen des Projekts „Bayern hören – Audioguides multimedial“ zwischen der Stiftung Zuhören, dem Sigmund-Faber-Heim und dem Paul-Pfinzing-Gymnasium ermöglicht.

Für die „Epochenwand“ entstanden sieben Hörstationen. An dieser Wand wird seit zwei Jahren gearbeitet, auf einer Länge von etwa sieben Meter soll das 20. Jahrhundert visuell  und auditiv erfahrbar gemacht werden. Die Audios sind auf einem Touchscreen zu hören.

In Zehnjahresschritten wurde das Jahrzehnt von den Schülerinnen beleuchtet und hinterfragt. Als Interviewpartner und Zeitzeugen waren die Bewohner des Sigmund-Faber-Heims in das Projekt miteinbezogen. Die Schülerinnen führten Interviews mit den  Senioren zu ihren persönlichen Erinnerungen,  diese wurden als O-Töne verwendet. So wurde das 20. Jahrhundert lebendig. Neben den Interviews recherchierten die Schülerinnen zu ihrem jeweiligen Jahrzehnt. Manuskripte wurden verfasst, verworfen, umgeschrieben – unter der fachkundigen Leitung von Mediencoach Heike Zimmermann. Höhepunkt des Projekts war die Produktion der Hörstationen im Studio Franken des BR in Nürnberg, hier entstanden die Audios  unter professioneller Begleitung.

Über die kostenlose App der Stiftung Zuhören für Android-Smartphones sowie auf stiftung-zuhoeren.de und über einen Touch-Screen-Monitor im Sigmund-Faber-Heim werden die fertigen Hörstücke Interessierten zur Verfügung gestellt.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Sparkasse Hersbruck, der Firma Chairgo und dem Förderverein des Paul-Pfinzing-Gymnasiums Hersbruck.

Schlagwörter: Audio

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