Digitaler Unterricht an der Realschule – ein Erfahrungsbericht

von Sibylle Bandmann, staatliche Realschule Lindenberg im Allgäu

Folgendes Setting habe ich digital mit den Eltern und den Schülern eingerichtet und mit ihnen kommuniziert:

 
1. Info an die Eltern der Klassen

über email zur Steuerung des Matheunterrichts in der präsenzfreien Schulzeit zu Beginn der digitalen Phase ( = Setting ) 

  • alle digitalen Lernmaterialien sind auf der Homepage der Schule schon in der Vergangenheit von mir erstellt worden und verortet, nach Lehrplaninhalten und Themen geordnet.
  • zu den dort verorteten Lernvideos sind digitale Übungen jederzeit abgreifbar und frei zugänglich

  ( Homepage:  rslin.de—> Schüler —> Mathe —> … Auswahl der Klassen ) 

2.  Steuerung des Setting:

  • Kommunikation über email- Kontakt an Eltern/ Schüler email-Adressen ( Verteilersystem der einzelnen Klassen über eine schuleigene Kommunikationsplattform z.B. OX APP Suite oder Ähnliches; ebenso auf der Homepage verortet ) 
  • Terminierte Arbeitspakete an die Schüler über email verteilen ( 2x pro Woche ) 

         Inhalte:

  • Lernvideo ansehen —> Hefteinträge erstellen / Hefteinträge mit digitalen Vorlagen ( z.B. PP-Präsentationen o.ä. , selbst erstellte Vorlagen usw. )  

  Hausaufgabenkontrolle: 

  • Ausgewählte Schüler pro Klasse übermitteln per email die Lösungen am Vorabend des terminierten Arbeitspaketes 
  • Kontrolle / Korrektur des pdf- Dokumentes digital ( z.B  Good Notes ) —> Rücksendung an den Schüler / Schülerin 
  • Lösungen der Aufgaben von der Lehrkraft über email am Vormittag des terminierten Arbeitspaketes übermitteln
  • neues Arbeitspaket verschicken ( nach Abschluss der HA- Kontrolle ) 
  • Am Ende jeder Arbeitswoche: Umfrage in den Klassen mit Hilfe der APP z.B. „Feedback Schule“ ( kostenfrei! ) zum Arbeitsverhalten / Unterrichtsvorgehen usw.

  Soziale Klassengefüge aufrechterhalten:

  • Eine digitale Pinnwand anlegen z.B. Padlet mit Möglichkeiten die Gedankenwelt der Schüler zu bündeln und präsent zu halten
  • Klassenumfragemöglichkeiten sicherstellen:
  •  Eine Echtzeitabstimmung einrichten z.B. Mentimeter einsetzen
  •  Fragestellungen zum weiteren Vorgehen oder Bedürfnislagen können abgefragt werden

Wo treten Schwierigkeiten auf? 

1. Funktionsfähigkeit der Technik

    – Belastbarkeit der Internetverbindung ( in ländlichen Gebieten ) 

    – Zustellung der emails muss erprobt sein; z.B. emails landen im Spam ; S und E erhalten die Information nicht rechtzeitig

2. Umgang jüngerer Schüler mit pdf Scanner auf dem Handy oder zu geringe Speicherkapazität für die APP 

Persönliche Erfahrungswerte nach 3 Wochen digitalem Unterricht

1. Umfragewerte in allen Klassen über FeedbackSchule ( Modul: Fernunterricht ): sehr gut, d.h. global im grünen Bereich 

2. Vereinzelte Rückmeldungen von Eltern über email: hohe Akzeptanz gegenüber dem Unterrichtskonzept

3. Mebis ( zentrale Plattform in Bayern ) unabhängiges System —> größtmögliche Individualität für den Schüler zu kommunizieren

4. Fehlendes Modul: Schülersprechstunde bei der Lehrkraft installieren

   —> Videokonferenzmöglichkeiten bereitstellen

5. Das digitale handling auf Seiten der S und E hat sich bereits in der zweiten Woche als unkompliziert dargestellt

Unter Betrachtung aller Gegebenheiten und Rückmeldungen kann ich dieses Vorgehen als funktionierend und lernermöglichend beschreiben, was die Lehrkraft mehr in die Rolle des Coaches bringt. Diese Verschiebung ist aus lernpsychologischer Sicht nur wünschenswert.  

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