Balladenvorträge aufnehmen

Voraussetzung: Die Kriterien eines guten Lesevortrags sind bekannt, besprochen und notiert.

Dieses “Miniprojekt” war ein kleiner Teil der Unterrichtseinheit zum Thema “Balladen”.

Phase 1: Hinführung

In einer Unterrichtsstunde wurde der Begriff “Ballade” geklärt und erarbeitet, dass es sich um eine spannende Geschichte handelt, die ansprechend präsentiert werden muss, um auch in der heutigen Zeit noch zu faszinieren. Im Sinne von “Weniger ist mehr!” wurde den Schülern die Idee der Tonaufnahme präsentiert.

Phase 2: Auswahl der Ballade

Der Lehrer teilte Zweierteams ein, die zusammen eine Tonaufnahme erstellen. Dabei wurde vor allem den schwachen Lesern und Schülern mit Nachteilsausgleich ein starker Schüler zur Seite gestellt. Die örtliche Bibliothek stellte einen Lesekoffer mit Balladensammlungen zusammen. In einer Doppelstunde konnte die Schüler die Balladen anlesen und sich eine auswählen.

Phase 3: Hinweise zur Technik

Mit den Schülern wurden die Tipps für eine Audioaufnahme besprochen (siehe unten).

Der Lehrer/Die Schule stellte ein Leihgerät (Zoom H2) zur Verfügung doch die meisten Schüler arbeiteten mit ihren privaten Handys.

Phase 4: Aufnahme

Die Schüler nahmen – in diesem Fall als Hausaufgabe – innerhalb von 3 Wochen ihre Ballade auf. Wer wollte, konnte die Aufnahme auch schneiden bzw. mit Ton unterlegen. Hierzu gab ein älterer Schüler (9. Klasse) nachmittags im IT-Raum eine kleine Einführung in Audacity.

Phase 5: Bewertung

Die Tonaufnahme wurden auf einer Cloud hinterlegt. Im bestehenden Zweierteam hörten sich die Schüler die Ballade eines anderen Teams an und bewerteten diese mithilfe eines Bewertungsbogens.

Erweiterung:

Ich habe den Schülern in einem benoteten Kurzreferat während Phase 4 die Ballade den anderen noch vorstellen lassen. Die vorgegebene Gliederung dafür lautete:

  • Hinführung zum Thema
  • Inhaltszusammenfassung
  • Biografischer/Geschichtlicher Hintergrund
  • Aufbau der Ballade (Reimschema, Motive der Strophen…)

 

Tipps für die Tonaufnahme und den Lesevortrag:

  • Zeit nehmen/ haben
  • Umgebung schaffen:
    • Keine Störungen oder Hintergrundgeräusche
    • Hallfreier Umraum z. B. Schrank, Autoinnenraum, unter einer Decke
  • Text mit Zeichen ((Atem-)Pausen, Stimme rauf, Stimme runter, betonte Wörter, Regieanweisungen) vorbereiten
  • Mikro testen: Welcher Abstand ergibt einen sauberen Ton? Möglichst nicht übersteuern (lauterer Ton als das Mikro verträgt)
  • Auf die Atmung achten: Aufrecht sitzen oder stehen, Kopf leicht anheben
  • ÜBEN!!! –> Anhören (lassen) –> Verbessern
  • Beim Lesen den Mund aufmachen, eher überdeutlich lesen
  • Auf das Lesetempo achten, Zuhörer kennt den Text nicht à langsam, mit Pausen
  • In der Lautstärke variieren
  • Auf den Sinn achten (z. B. Enjambements, wörtliche Reden, Fragen…)

 

  • Vorab Technikkompatibilität testen: Dateiformat, Bearbeitbarkeit (digitales Leihgerät beim Lehrer)
  • Lieber zu lange Aufnahme, Wegschneiden ist möglich, Hinzufügen schwierig
  • Aufnahme als „Original“ mit Nummer oder Zahl (Original C) speichern, Bearbeitungen unter einem anderen Namen speichern
  • Bei Musik oder Geräuschen: Copyright beachten, am besten selber machen
  • Gängiges Audioformat (*.wav *.mp3 *.wma) wählen

 

Kostenlose Ton-Downloads findest du unter

Freie Musik

Kostenloses Programm zur Bearbeitung:

Audacitiy

Viele Anleitungen im Netz

Schlagwörter: AudioSonstiges

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